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23.05.2012

Preiskalkulation für Produktanbieter (Teil 1)

Vom eigenen Label leben – das bedeutet für viele Kreative sowohl privat als auch geschäftlich das Höchstmaß an Selbstverwirklichung!

Wer von den eigenen Kreationen leben oder sich zumindest etwas dazuverdienen möchte, muss sich zwangsläufig überlegen und kalkulieren, wie viel diese Produkte kosten sollen – sowohl für Endkunden im B2C (Business-to-Consumer) als auch für Händler, für Wiederverkäufer im B2B (Business-to-Business). Hierbei soll unser neuer Blogeintrag eine Hilfestellung geben.

Teil 1: Zielsetzung und Kalkulation der Herstellungskosten.

Zunächst sollte sich der Produkthersteller überlegen, wie viel er für das eigene Produkt als Außenstehender ausgeben würde. Handelt es sich beispielsweise um ein Produkt mit besonders raffinierten Details, können diese die Wertschätzung für das Produkt ungemein steigern.

Merke: Wer Produkte für besondere Anlässe (Bsp. Hochzeiten, Geburtstage etc.) herstellt, kann seine Preise oft höher kalkulieren, da für die Beschenkten meistens „nur das Beste“ gut genug ist.

Merke: Wer individualisierbare Produkte oder Unikate verkauft, kann für die Einzelstücke höhere Preise verlangen.

Ist die Zielgruppe und deren Kaufkraft grob ermittelt worden, kann die Kalkulation des Produktpreises erfolgen:

Ein kleines Beispiel:
Verkäuferin Nina stellt Schminktäschchen in Handarbeit her. Sie bestellt für 20 Täschchen Material (z.B. Stoffe, Faden, Reißverschluss). Pro Täschchen betragen die Materialkosten 5€. Nina produziert ihre Taschen in Eigenarbeit, aber möglichst effizient. So braucht sie umgerechnet je 30 Minuten, um eine Tasche fertig zu stellen.

Nina hat sich für ihre Arbeit einen Stundenlohn von 30 € festgelegt. Pro Tasche würde dies demnach 15 € bedeuten.
Sie legt großen Wert auf eine ansprechende Verpackung, da diese ihr Produkt aufwertet. Für diese berechnet sie 1,50 € pro Täschchen.

Diese Komponenten ergeben in der Summe einen Betrag von 21,50 €. Viele Handmadeproduzenten orientieren bei der Berechnung ihres Produktpreises an diesen reinen Herstellungskosten. Oft gibt es Verkäufer, die ihren eigenen Stundenlohn unterhalb der Mindestlohngrenze festlegen – zum Leidwesen der Konkurrenz.
Doch wer vom eigenen Label leben möchte oder nebenbei etwas dazuverdienen will, muss seinen Stundenlohn zwangsläufig erhöhen.

Nina ist noch längst nicht fertig.

Die Kalkulation von Gemeinkosten und die endgültige Preissetzung gibt’s in Teil 2