seedyaa News & Blog

Hier findet Ihr aktuelle Nachrichten aus der seedyaa Welt. Neue Features, Funktionen und Infos zur Plattform sowie Berichte, Interviews, Dokumentationen und nützliche Tipps für Ladenbesitzer und Produkthersteller.
Viel Spaß wünscht Euer seedyaa Team.

Anregungen, Kritik und Themenvorschläge sendet gern an redaktion@seedyaa.com
Eine Info-Mail zu neuen Blogposts bestellt Ihr unter blognews@seedyaa.com Betreff: blognews

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23.05.2013

Neue Features für Händler und Lieferanten

Versandkosten brutto / netto, Verhandlungsseite „Produktangebot“ und Finden geeigneter Einzelhändler


In den vergangenen Monaten haben uns wieder viele Wünsche und Vorschläge von Euch erreicht. Danke dafür. Neben dem Thema Versandkosten brutto / netto ging es dabei um das bequeme Aufrufen von Informationen über den potentiellen Geschäftspartner und weitere Optimierungen in der Verhandlung und Abwicklung Eurer Geschäfte auf der Handelsplattform. Einige, wichtige Punkte haben wir nun umgesetzt und möchten sie euch im neuen Blog-Beitrag vorstellen.

1. Versandkosten: netto, brutto oder versandkostenfrei

Bislang gab es bei den Versandkosten für ein Produkt nur die Möglichkeit, diese im Sinne von Portokosten ohne MwSt. als Bruttopreis anzugeben oder die Ware versandkostenfrei anzubieten. Nun kann beim Erstellen eines Produktinserats die „Versand Art“ ausgewählt werden: netto (zzgl. USt.) brutto (i.S. eines einfachen Portos ohne Berechnung von USt.) oder versandkostenfrei für den Käufer. Entsprechend der Auswahl werden die Versandkosten bei Abschluss eines Geschäfts von unserem System berechnet und zur Zahlung an den Händler weitergegeben.

Auswahl von Versandkosten bei Produktinseraten

Bei Auswahl von „versandkostenfrei“ ist diese Einstellung später auch nur im Bereich „Meine Inserate“ änderbar und nicht auf der Verhandlungsseite „Mein Produktangebot“.

Zum Start der neuen Funktion haben wir alle zu euren Produkten eingetragenen Versandkosten auf "netto" gesetzt - Angaben mit "0" oder "keine" natürlich auf "versandkostenfrei".

Bitte die Versandkosten bei Bedarf im Bereich „Mein Konto“ => "Meine Inserate" anpassen!

Für steuerrechtliche Fragen zur Behandlung von Versandkosten als Nebenleistung zur Hauptleistung (Produkt) verweisen wir auf diesen fröhlichen Umsatzsteuer-Anwendungserlass. (Absatz 3.10.) Demnach muss der gewählte USt.-Satz von Versandkosten dem USt.-Satz des Produktes entsprechen.


2. Optimierungen der Verhandlungsseite "Produktangebot" / „Mein Produktangebot“

Hier kann nun der Händler direkt "Alle Inserate" des Anbieters aufrufen, das Produkt auf seine Merkliste setzen oder das Profil des Anbieters mit möglichen Bewertungen einsehen.

seedyaa | Händler - Produktangebot - Alle Inserate

Umgekehrt kann der Produktanbieter auf der Seite „Mein Produktangebot“ direkt das Ladeninserat des Händlers oder dessen Profil aufrufen. Der Screenshot zeigt ein Beispielangebot für ein Produkt mit der Einstellung "versandkostenfrei".

seedyaa | Produktanbieter - Angebot - Inserat aufrufen

 

3. Abfrage der Stückzahl bei Angeboten / Anfragen

Damit nicht versehentlich Angebote oder Anfragen mit der hinterlegten max. Liefermenge versendet (und angenommen) werden, muss die Stückzahl nun vor dem Absenden eines Angebotes oder einer Anfrage noch mal aktiv eingegeben werden.

4. Händler-Interesse auf seedyaa "Kaufen, Regale vermieten..."

Damit ein Anbieter gleich sieht, ob ein Händler als potentieller Käufer in Frage kommt oder ob dieser auf seedyaa nur Regale zur Vermietung anbietet, gibt es nun eine entsprechende Einstellung und Anzeige auf der Detailseite für Ladeninserate.

seedyaa | Inserat Einzelhändler - Interesse - Regale


In Kürze werden wir diejenigen Ladeninserate, wo es eindeutig um die Vermietung von Regalen oder um "Sonstiges" geht, umstellen und die betreffenden Händler benachrichtigen.

5. Bequemes Ablehnen von nicht passenden Anfragen

Ein Produktanbieter kann nun mit einem Klick auch eine Anfrage ablehnen, wenn diese nicht in Frage kommt. Dies war bisher nur für den Händler bei Angeboten möglich.

seedyaa | Produkt-Anfrage ablehnen

 

6. In Arbeit...

Einige Mitglieder haben sich einen Warenkorb gewünscht, mit dem verschiedene Produkte in einem Vorgang gekauft und bezahlt werden können. Hier bitten wir um Geduld. Sowohl die Mechanik der Freigabe bzw. Verhandlung auf seedyaa wie auch der Abwicklungsprozess bei Produkten von unterschiedlichen Anbietern sind (noch) nicht sinnvoll zu bündeln.

 

Wir freuen uns natürlich wie immer über Euer Feedback, Wünsche, Lob, Kritik an redaktion@seedyaa.com

Euer seedyaa Team

26.03.2013

Perspektiven für den stationären Einzelhandel

"Wie kriege ich Individualität und Erlebnis auf meine Einkaufsfläche?"

Einzelhandelsexperte Alexander v. Keyserlingk im Gespräch mit Regine Wehner von seedyaa


Die Themen und Timecodes des Interviews:

  • Was hat Slow Food mit dem Einzelhandel zu tun? (=> 01:00 Min)
  • Warum funktioniert das Einerlei der großen Markenstores an jeder Ecke nicht mehr? (=> 02:38 Min)
  • Bieten Multi-Channel und Cross-Channel Ansätze einen Ausweg? (=> 03:33 Min)
  • Wie vergessen meine Kunden, dass ein Produkt vielleicht online irgendwo billiger ist? (=> 05:20 Min)
  • Worin besteht der große Reiz der vielen Design- und DIY Märkte? (=> 06:25 Min)
  • Welche Werte werden in Zukunft den Einzelhandel bestimmen? (=> 07:45 Min)
  • Wen möchtest Du erreichen? Das Geheimnis der Concept Stores (=> 09:50 Min.)
  • „Nicht Lage, Lage, Lage, es geht ums Konzept!“ (=> 10:38 Min.)
  • Welche Chancen bieten neue Online-Plattformen wie seedyaa dem stationären Handel? (=> 10:55 Min)

Diese und andere spannende Fragen waren Thema des Interviews, dass Regine im Februar 2013 mit dem bekannten Unternehmensberater, Einzelhandelsexperten und Autor des Slowretail Blogs Alexander von Keyserlingk in Gladbeck geführt hat.

25.03.2013

"BEST OF 2013" INNOVATIONSPREIS-IT

Die Experten-Jury der Initiative Mittelstand zeichnet seedyaa in der Kategorie e-Commerce mit dem Prädikat „BEST OF 2013“ aus.

Innovationsreis IT Best of 2013Damit gehören wir zur Spitzengruppe aus über 4.900 eingereichten Bewerbungen. Der INNOVATIONSPREIS-IT der Initiative Mittelstand schlägt im zehnten Jahr die Brücke zwischen IT-Innovationen und dem Mittelstand. Der Schirmherr des diesjährigen INNOVATIONSPREIS-IT ist das Niedersächsische Ministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Wir sagen Danke und zeigen stolz unser Zertifikat.

P.S. Die Veröffentlichung der Best of Unternehmen auf der Website vom INNOVATIONSPREIS-IT 2013 ist noch in Arbeit, wie man uns mitteilte.

22.11.2012

TM Magazin Interview mit seedyaa Händlerin über Messen, Beschaffung und Trends im Handel

"Einzelhändler unseres Typs müssen auf absolute Einzigartigkeit setzen, sonst können wir einpacken."

TM Magazin No. 13 | November 2012 TM, das Fachmagazin für Trend, Analyse und Entscheidung in der Mode, hat seedyaa in seiner aktuellen Ausgabe 13 | 2012 als das neue Beschaffungssystem tituliert, das: "... konventionelle Gepflogenheiten in der Branche und Umgangsformen zwischen Händlern und Herstellern auf den Prüfstand stellen, wenn nicht gar resetten könnte."
Zum 2-seitigen Bericht über die "Digitale Design Drehscheibe" gehört auch ein Interview mit seedyaa Händlerin Stefanie König, Geschäftsführerin des Modehauses Stegmann aus Hamburg. Darin beschreibt sie den Niedergang wichtiger Messen und den notwendigen Wandel im Einzelhandel. Über seedyaa sagt sie "...Das ist wie eine Mini-Messe für Fachhändler nur ohne den gewaltigen Aufwand, der sonst für einen echten Messebesuch anfällt, eine außerordentlich coole Idee".  Mit ihrer Schwester Verena Weinkath führt sie in vierter Generation das Modehaus auf dem Jungfernstieg. Kürzlich haben sie das Online-Ordern auf Seedyaa ausprobiert: "Die Abwicklung mit dem Anbieter war absolut unkompliziert und reibungslos."

Gerade für kleinere, unabhängige Einzelhändler sei die Plattform ein ideales Tool, meint König, da Einzelhändler wie
sie auf Artikel, die sich vom Mainstream abheben, immer stärker angewiesen seien . .. "Einzelhändler
unseres Typs müssen auf absolute Einzigartigkeit setzen, sonst können wir einpacken. Wenn namhafte Markenlieferanten in meiner unmittelbaren Nachbarschaft ein Flagship eröffnen, bin ich gezwungen, sie aus meinem Sortiment zu streichen und anderweitig nach Ersatz zu suchen", meint König. Der Niedergang der Düsseldorfer Messe, für die Accessoires-Branche früher ein zentraler Event. und das Abwandern vieler Kollektionen von Fachmessen in die Showrooms hätten das Aufspüren interessanter, aus dem Rahmen fallender Produktlinien
im Accessoires-Segment deutlich erschwert. Zudem macht König in Handelslandschaft und Konsumverhalten einen Gegentrend zu austauschbaren Filialisten- und monotonen Markenangeboten aus: "Solche individuellen, kleinen Läden, wie sie zum Beispiel hier im Hamburger Schanzenviertel zu finden sind, erleben derzeit einen regelrechten Boom."

Den gesamten Artikel gibt es lesbar auch hier als PDF zum Download.

seedyaa Artikel im TM Magazin

19.06.2012

Handmade- und Designermärkte in Deutschland

Eventshopping ist in. Besonders bei Individualisten.

Ihr habt sie bestimmt auch schon bemerkt: die zahlreichen Handmade- und Designermärkte deren Beliebtheit steigt und steigt. Sie heißen hello handmade, Liese & Lotte, TrendMafia, kaufrauschen, handmade supermarket, DesignGift usw. und wir bei seedyaa sind allesamt große Anhänger!

Der Markt für individuelle Produkte wächst und wächst... Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur mit der Expansion der Onlineplattformen für individuelle Produkte, sondern auch an der starken Zunahme der vielen „Offline-Märkte“. Beinahe jedes Wochenende gibt es mittlerweile in deutschen Großstädten einen Design- oder Handmade-Markt. Anders als beim Online-Shopping haben die Verbraucher hier auch das taktile, unmittelbare und soziale Einkaufserlebnis.

Vor der Entstehung der neuen, bunten und designorientierten Märkte waren in Deutschland Kunsthandwerkermärkte die Anlaufpunkte für Kunden, die sich für handgemachte Produkte interessierten.
Auf diesen Events stellten größtenteils professionell ausgebildete Kunsthandwerker ihre Waren aus. Hersteller, deren Produkte nicht in die klassischen Sparten des Kunsthandwerks einzuordnen waren, hatten eher geringe Chancen, auf diesen Märkten erfolgreich zu verkaufen.

Die moderne Design- und Handmadeszene von heute kann viele Produkthersteller vorweisen, die ihre kreative Tätigkeit nebenberuflich ausüben oder ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.
Besonders für sie war es früher oft schwierig, neben professionellen Kunsthandwerkern als gleichwertig und kompetent betrachtet zu werden.
Es war an der Zeit, einen neuen Raum für die neuen Hersteller zu schaffen.

Die ersten Handmade-Märkte wurden in den USA veranstaltet. Besonders bekannt sind die 2003 zum ersten Mal veranstalteten Renegade Craft Fairs in Großstädten wie Austin, New York, Los Angeles, San Francisco oder Chicago. Neuerdings wird auch in London eine große Renegade Craft Fair veranstaltet.

Nun sind die Märkte mit einigen Jahren Verzögerung auch in Deutschland angekommen und erfreuen sich größter Beliebtheit. Ausgelöst durch die weiter zunehmende Ausbreitung des Systemhandels und die damit einhergehende Gleichschaltung des Produktangebots wächst bei vielen wieder der Wunsch nach Individualisierung und Produkten, die das ermöglichen. Auch der Wunsch nach Transparenz der Produktionsprozesse und hoher Qualität ist spürbar.
Dies eröffnet für kreative Produkthersteller neue Verkaufschancen, die online, auf Märkten und seit Neuestem auch im Einzelhandel realisierbar sind. Durch das Aufpeppen des Sortiments mit handgefertigten Unikaten und individuellen Kleinstserien bietet sich Einzelhändlern die Chance, sich vom uniformen Systemhandel abzugrenzen und um verlorene Kunden zurück zu gewinnen.

Doch nun zurück zum Event Shopping:

Für die Kunst- und Medienwissenschaftlerin Verena Kuni treffen Handmade-Märkte die Wünsche einer gesellschaftlichen Nische, die für einen bewussten und kreativen Konsum steht:

„Was auf den ersten Blick aussehen kann wie ein strategisch lanciertes Event zum Absatz handgefertigter, hochpreisiger Designerware, bietet tatsächlich ein Hybrid aus Kunstausstellung, Kultur zum Mitmachen, sowie kreativ transformierten Kleidung und Objekten, die man auch mit kleiner Geldbörse erstehen kann.“

Kuni, Verena: „Verstrickt und zugenäht? – Die Handarbeit, die Kunst, die Mode und ihre LiebhaberInnen“, S. 85 in critical crafting circle (Hg.) „Craftista! Handarbeit als Aktivismus“ Ventil Verlag, 2011

Die von Kuni erwähnte Mitmachkultur realisiert sich auf Handmade Märkten häufig in Form von DIY – Ständen, an denen die Besucher selbst ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen können.
Der persönliche Austausch mit den Herstellern verleiht den Events einen menschlichen Charakter und eine Transparenz, die heutzutage einzigartig ist.
Unter den Ausstellern gilt: die hochwertigen Produkte werden so kreativ und liebevoll wie möglich präsentiert. Aggressive Preiswerbung ist tabu. Wühltische ebenso.

Denn Handmade- und Designermärkte sind also vor allen Dingen eins: ein Fest für die Sinne!

Copyright Fotos: kaufrauschen

 

23.05.2012

Preiskalkulation für Produktanbieter (Teil 1)

Vom eigenen Label leben – das bedeutet für viele Kreative sowohl privat als auch geschäftlich das Höchstmaß an Selbstverwirklichung!

Wer von den eigenen Kreationen leben oder sich zumindest etwas dazuverdienen möchte, muss sich zwangsläufig überlegen und kalkulieren, wie viel diese Produkte kosten sollen – sowohl für Endkunden im B2C (Business-to-Consumer) als auch für Händler, für Wiederverkäufer im B2B (Business-to-Business). Hierbei soll unser neuer Blogeintrag eine Hilfestellung geben.

Teil 1: Zielsetzung und Kalkulation der Herstellungskosten.

Zunächst sollte sich der Produkthersteller überlegen, wie viel er für das eigene Produkt als Außenstehender ausgeben würde. Handelt es sich beispielsweise um ein Produkt mit besonders raffinierten Details, können diese die Wertschätzung für das Produkt ungemein steigern.

Merke: Wer Produkte für besondere Anlässe (Bsp. Hochzeiten, Geburtstage etc.) herstellt, kann seine Preise oft höher kalkulieren, da für die Beschenkten meistens „nur das Beste“ gut genug ist.

Merke: Wer individualisierbare Produkte oder Unikate verkauft, kann für die Einzelstücke höhere Preise verlangen.

Ist die Zielgruppe und deren Kaufkraft grob ermittelt worden, kann die Kalkulation des Produktpreises erfolgen:

Ein kleines Beispiel:
Verkäuferin Nina stellt Schminktäschchen in Handarbeit her. Sie bestellt für 20 Täschchen Material (z.B. Stoffe, Faden, Reißverschluss). Pro Täschchen betragen die Materialkosten 5€. Nina produziert ihre Taschen in Eigenarbeit, aber möglichst effizient. So braucht sie umgerechnet je 30 Minuten, um eine Tasche fertig zu stellen.

Nina hat sich für ihre Arbeit einen Stundenlohn von 30 € festgelegt. Pro Tasche würde dies demnach 15 € bedeuten.
Sie legt großen Wert auf eine ansprechende Verpackung, da diese ihr Produkt aufwertet. Für diese berechnet sie 1,50 € pro Täschchen.

Diese Komponenten ergeben in der Summe einen Betrag von 21,50 €. Viele Handmadeproduzenten orientieren bei der Berechnung ihres Produktpreises an diesen reinen Herstellungskosten. Oft gibt es Verkäufer, die ihren eigenen Stundenlohn unterhalb der Mindestlohngrenze festlegen – zum Leidwesen der Konkurrenz.
Doch wer vom eigenen Label leben möchte oder nebenbei etwas dazuverdienen will, muss seinen Stundenlohn zwangsläufig erhöhen.

Nina ist noch längst nicht fertig.

Die Kalkulation von Gemeinkosten und die endgültige Preissetzung gibt’s in Teil 2

 

22.05.2012

Preiskalkulation für Produktanbieter (Teil 2)

Vom eigenen Label leben – das bedeutet für viele Kreative sowohl privat als auch geschäftlich das Höchstmaß an Selbstverwirklichung!

Wer von den eigenen Kreationen leben oder sich zumindest etwas dazuverdienen möchte, muss sich zwangsläufig überlegen und kalkulieren, wie viel diese Produkte kosten sollen – sowohl für Endkunden im B2C (Business-to-Consumer) als auch für Händler, für Wiederverkäufer im B2B (Business-to-Business). Hierbei soll unser neuer Blogeintrag eine Hilfestellung geben.

Teil 2: Gemeinkosten und Verkauf an den Einzelhandel.

Eine weitere Komponente, die in der Preiskalkulation oft vernachlässigt wird: Gemeinkosten.

Produkthersteller, die ihre Ware hauptsächlich über das Internet vertreiben, müssen viel Zeit in die Pflege ihrer Website oder ihres Shops investieren. Dazu gehören beispielsweise professionelle Fotos, redaktionelle Inhalte oder das Beantworten von Anfragen. Auch die Buchhaltung gehört zur Arbeit eines jeden Kreativen – egal ob dieser eher online oder offline verkauft.

Zurück zu Nina:
Angenommen, sie verkauft ihre Täschchen vorzugsweise über ihre Website und investiert pro Woche 3 Stunden für diese Aufgaben. Nina stellt ihre Produkte nebenberuflich werktags am Vormittag her. Pro Tag widmet sie 4 Stunden ihrem Label. Von diesen 4 Stunden sind 30 Minuten für Buchhaltung und Websitepflege vorgesehen.

Wenn Nina in 3 ½ Stunden 7 Täschchen herstellen kann und sich für ihre organisatorischen Aufgaben einen Stundenlohn von 20 € festlegt, müssen diese Kosten mit den Herstellungskosten folgendermaßen verrechnet werden:

0,5 * 20 € = 10 € (für 30 Minuten Arbeit)
10 € / 7 = ca. 1,40 €

Pro Täschchen berechnet Nina folglich 1,40 €. Nun kostet das Täschchen 22,90 €

Merke: Für kreative Selbstständige ist es oft empfehlenswert, mit einem Steuerberater zusammenzuarbeiten.

Eine weitere Kategorie bilden die Ausgaben, die von der Steuer abgesetzt werden können. Dazu zählen: Internetkosten, Büromaterial, Ateliermiete, Stromkosten im Atelier, Anschaffungs- oder Reparaturkosten von Werkzeugen usw.

Wie genau diese auf den Preis angerechnet werden, ist eine Aufgabe, die hier aufgrund der Komplexität nicht vorgestellt wird.
Für Ninas Beispiel überschlagen wir grob und errechnen einen Preisaufschlag von 3 €.

Das Täschchen kostet nun 25,90 €.

Nina verkauft ihre Produkte regelmäßig an einen kleinen Laden in Berlin. Diesem Laden verkauft sie ihre Produkte für 25 € pro Stück in einer Liefermenge von 20 Täschchen. Der Einzelhändler in Berlin verkauft Ninas handgenähtes Produkt für 39,90 € pro Stück.

Merke: Mit handgemachten Produkten können Einzelhändler in der Regel aufgrund des hohen Einkaufspreises eher weniger Profit machen als mit Massenware. Sie dienen deshalb oft als Aufwertung des restlichen Sortiments und als außergewöhnliches i-Tüpfelchen, das den Laden von der Konkurrenz im Stadtbezirk abhebt.

Nina möchte für den Einzelhändler, an den sie ihre Produkte verkauft, keine Preiskonkurrenz sein.
Deshalb orientiert sie sich bei der Preissetzung für ihre Produkte im eigenen Onlineshop am Preis von 39,90 €.
Sie verlangt also beispielsweise 37,50 €. Die Versandkosten trägt der Käufer.

Merke: Preise zu kalkulieren ist eine Kunst, die viel Feingefühl erfordert. Ninas Beispiel ist als eine von unzähligen möglichen Fällen zu verstehen. Materialkosten, Stundenlohn, Gemeinkosten, Marge – all diese Komponenten variieren.

seedyaa wünscht allen Produktherstellern erfolgreiche Geschäfte!

Die Zielsetzung und Kalkulation der Herstellungskosten gibt es in Teil 1

 

22.02.2012

seedyaa in der Presse

Interview des Gründerportals MeinStartup mit Geschäftsführer Marcus Reisiger
Mein Startup Logo

Das Fazit von Michael Firnkes von meinStartup.com

"Ein tolles StartUp für die gesamte Gründer- und Kreativszene"


Hier das komplette Interview:

„Individuelle Läden finden kreative Produkte – und umgekehrt“, das ist das Motto von seedyaa, der neuen Handelsplattform für Produkthersteller, Designer und Handmade-Anbieter.

seedyaa Welt

Herr Reisiger, wer ist die Hauptzielgruppe Ihres neuen Portals?

Unser Service richtet sich speziell an Produktlieferanten und an Einzelhändler, die besondere Produkte abseits der industriellen Massenware herstellen bzw. Ihren Kunden anbieten möchten. Um die Bandbreite aufzuzeigen: Dies kann eine als Unikat von Hand gefertigte Stehlampe sein oder eine in Kleinserie hergestelltes Design-Shirt mit Oeko-Tex® Label.

Unsere Zielgruppe im Bereich der Händler sind dabei natürlich vor allem die unabhängigen, meist inhabergeführten Geschäfte, die frei über ihr Produktsortiment und ihre Bezugsquellen entscheiden können. Dies kann nicht nur ein Textilgeschäft sein, das erweiternd oder ergänzend zum Sortiment auf seedyaa individuelle Bekleidung findet, sondern auch ein Friseur, der seine Wände zum Verkauf von Bildern nutzt und gleichzeitig seinen Kunden etwas Schönes zum Gucken bietet. Ein Buchladen, der in seiner Reiseabteilung Spezialitäten oder Handcrafts aus den Reiseländern anbietet oder das Einrichtungsgeschäft, das handgeschöpfte Kerzen verkauft…

Im Bereich der Produkthersteller richtet sich seedyaa vor allem an kreative Produkt- und Textildesigner, an junge Labels ohne eigenen Vertrieb sowie an DIY, Do-It-Yourself-Hersteller mit professionellem Anspruch oder einfach an Lieferanten, die besondere, individuelle Produkte anbieten.

Wie entstand die Idee, den Einzelhandel auf der einen Seite sowie kleine Labels und Manufakturen auf der anderen Seite mit einer vergleichbaren Dienstleistung zu fördern?

Die Idee zu seedyaa entstand wie die meisten guten und neuen Ideen eher zufällig und ungeplant: im Gespräch in der Mittagspause in unserer Hamburger Agentur WERK4.

Wir hatten beobachtet, dass in unserem quirligen, kreativen Viertel, Hamburg Eimsbüttel, zahlreiche Einzelhändler auch Waren von örtlichen Do-It-Yourself-Herstellern anbieten oder, dass beim Portugiesen an der Kasse CDs von Hamburger Bands neben Weltmusik zum Verkauf stehen. Einige Läden vermieten Regale an Produkthersteller aus der Umgebung.

So entstand die Idee, dieses Geschäft auch überregional zu organisieren, per Internet! Aus „Regalrent.de“ wurde schließlich „seedyaa.com“- gesprochen [ßiedja]. Uns gefiel die Analogie eines Samens, der sich ganz leicht verbreitet – sich aussät – und an anderen Orten Wurzeln schlägt und Früchte trägt für beide Seiten.

Nicola Djafari von Kostbarlichkeiten

Nicola Djafari mit ihrem Label Kostbarlichkeiten war eine der ersten Anbieter auf seedyaa.com

So schafft seedyaa ganz neue Möglichkeiten für den Vertrieb der vielen kleinen Hersteller, die i.d.R. weder Zeit noch Lust noch das Geld haben, dauernd auf Messen und Märkten zu stehen und die auf den vorhandenen Internet-Plattformen nur Einzelteile an Endkunden verkaufen können. Endkunden, die die Ware vor dem Online-Kauf nicht in die Hand nehmen oder anprobieren können.

Gleichzeitig eröffnet die Plattform dem Einzelhandel eine bequeme Beschaffungsquelle von Produkten, die es nicht an jeder Ecke gibt, im Kauf oder auch in Kommission. Produkte, die das Profil und Gesicht eines Ladens stärken können und dabei alte Kunden überraschen und neue gewinnen. In vielen Gesprächen mit Ladenbesitzern und Produktanbietern sahen wir unsere Idee bestätigt und machten uns Anfang 2011 an die Arbeit.

Derzeit kann jeder noch kostenlos inserieren. Wem unserer Leser – darunter viele kleine Startups auch im Bereich Handel – empfehlen Sie diese Option, und welche Art von Anzeigen sehen Sie vielleicht eher ungern?

Im Bereich der Einzelhändler, der Ladeninserate, gibt es eigentlich keine Grenzen. Oder besser gesagt, die Grenzen setzen sich manche Händler selbst, nicht nur durch den weit verbreiteten Systemhandel.

Natürlich freuen wir uns über das gut gemachte Inserat eines coolen Concept Stores mehr als über eine schlecht fotografierte Würstchenbude. Aber auch die ist willkommen. Denn wie toll wäre es, wenn man bei der nächsten Currywurst über die passende Fotokunstserie für sein Wohnzimmer stolpert. Gerade das ist ja auch eine Idee von seedyaa, dass Läden hier Inspirationen für ihre Sortimentspolitik finden. Als i-Tüpfelchen im Programm – in der Fachsprache – als „Trendprodukt“ oder „Imageprodukt“.

Bei den Produktanzeigen achten wir schon etwas genauer darauf, dass seedyaa eine Handelsplattform für individuelle Produkte ist und bleibt. Natürlich ist die Grenzziehung hier nicht immer einfach. Aber für das Angebot von 1000 T-Shirts, den Restposten einer Standard-Markenware aus der Vorsaison oder Elektronik-Produkte aus Asien gibt es andere Verkaufsplattformen.

Wie refinanziert sich Ihr Dienst?

Durch eine geringe Gebühr für Inserate von 1 EUR monatlich sowie eine Provision auf die verkaufte Ware. Diese ist nur vom Lieferanten zu zahlen und beträgt 3% auf den Warenwert im Sofortkauf und 1,5% bei Abschluss eines Kommissionsgeschäftes. Zur Einführung unserer Plattform sind derzeit bis Ende März 2012 noch alle Inserate kostenlos.

Hinter seedyaa steckt ein komplettes und äußerst kompetentes Team. Wie fand sich dieses, wie ist die Aufgabenteilung, und welche Erfahrungen konnten Sie mit einer Gründung im Team sammeln?

Wir hatten ja das große Glück, dass die Gründer von seedyaa gleichzeitig die Inhaber der Agenturen WERK4 Werbeagentur und WERK4.1 Neue Medien sind. Somit konnten und können wir fast alle Aufgaben und Bereiche mit dem eigenen Team abdecken. Von der Logoentwicklung über die Konzeption und Programmierung der Handelsplattform bis zur Durchführung von Promotion- oder Online-Marketing-Maßnahmen.

In der Entwicklungsphase hatten wir dabei Unterstützung von einem ausgewiesenen Einzelhandelsexperten. Für den laufenden Betrieb haben wir das Team noch ein wenig aufgestockt und uns Unterstützung im Bereich Redaktion und Online-Marketing geholt.

Eine wichtige Erfahrung für uns bei der Entwicklung von seedyaa war, dass man auf dem langen Weg von der ersten Idee bis zum Start des Geschäftsbetriebes – und darüber hinaus – die eigenen Entscheidungen immer wieder hinterfragen, prüfen und gegebenenfalls justieren sollte. Natürlich im Rahmen einer festgelegten Strategie für die Marke und das Produkt. Und natürlich ein Rat an alle Gründer und Startups, dass man nicht aufhören soll, an seine Idee zu glauben und dafür zu kämpfen, auch wenn der Wind mal länger von vorn bläst als von hinten.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Nach meiner Ausbildung zum Kommunikationswirt in Hamburg und dem Studium der angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg habe ich mir die ersten Sporen als Texter bei elephant seven verdient und dabei schon viel gelernt über e-Commerce und Online-Handel.Anschließend habe ich als Projektleiter das e-Commerce-Projekt “Cora” der Deutschen Bank geleitet bevor ich 2002 gemeinsam mit WERK4 die WERK4.1 Neue Medien gegründet habe.
Marcus Reisiger seedyaa Geschäftsführer

Für Kunden wie JET Tankstellen, Heinz Ketchup, NDR Media oder Hamburg Marketing haben wir zum Teil sehr individuelle e-Commerce Lösungen realisiert. Diese Erfahrungen waren natürlich hilfreich bei der Entwicklung von seedyaa.

Außerdem kenne ich als Sohn eines Einzelhändlers auch die Probleme und Herausforderungen, vor denen speziell die kleinen inhabergeführten Läden in Konkurrenz zu immer mehr großen Ketten stehen. Hier kann und soll seedyaa einen Beitrag leisten zum Erhalt der Vielfallt und Individualität im Einzelhandel in unseren Städten.

 

22.02.2012

Sternzeit 23022012.10

Persönliches WebLogbuch von seedyaa gestartet

Zeitgleich mit dem kleinen Relaunch unserer Startseite läuft auch der Blog vom Stapel. Hier werden wir Euch Neuigkeiten zur Plattform wie auch Berichte, Interviews, interessante Tipps & Infos für Ladenbesitzer und Produkthersteller präsentieren, kommunizieren, portraitieren.

Von der Einzelhandelsmesse zum DIY-Markt, vom Concept-Store bis zum jungen Design-Label.

Anregungen, Kritik und Themenvorschläge schickt gern an redaktion@seedyaa.com

Eine Info-Mail zu jedem neuen Blogeintrag bestellt gern unter blognews@seedyaa.com
Betreff: blognews

Viel Spaß wünscht Euer seedyaa-Team

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